Cor­rec­tiv: Der Coro­na-Crowd­News­room

Ein Pro­jekt von Cor­rec­tiv

Cor­rec­tiv über­zeugt vie­le Leser mit sei­ner Trans­pa­renz, sei­nen Recher­chen und sei­ner Serio­si­tät. Auch in der Coro­na-Kri­se wen­den sich des­halb unzäh­li­ge Men­schen, die auf der Suche nach gesi­cher­ten Infor­ma­tio­nen sind, an die Jour­na­lis­ten. Um der Flut an Anfra­gen Herr zu wer­den, hat Cor­rec­tiv sein eta­blier­tes Tool Crowd­News­room auf die Pan­de­mie aus­ge­rich­tet.

So wur­de die Idee umge­setzt

  1. Die Idee: Der Gedan­ke, einen Coro­na-Crowd­News­room ein­zu­rich­ten, ist eigent­lich aus der Not gebo­ren. Das Cor­rec­tiv-Team erreich­ten immer mehr Email-Anfra­gen ver­un­si­cher­ter Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die glaub­ten, auf Falsch­in­for­ma­tio­nen gesto­ßen zu sein. Mit dem Crowd­News­room soll­te die Samm­lung kate­go­ri­siert und sor­tiert wer­den.
  2. Die Umset­zung: Die Soft­ware Crowd­News­room hat Cor­rec­tiv schon län­ger; sie kam bereits bei eini­gen inves­ti­ga­ti­ven Recher­chen zum Ein­satz, und ist eine Mög­lich­keit für Nut­zer (eben: die Crowd), anonym Infor­ma­tio­nen zu “spen­den” und zur Recher­che bei­zu­tra­gen. Die Umstel­lung auf das The­ma “Coro­na” war des­halb schnell erle­digt.
  3. Der Auf­bau: Das Tool fragt ab, wann und auf wel­chem Kanal ein Nut­zer über etwas gestol­pert ist, was er für eine Falsch­in­for­ma­ti­on hält, und wo er wohnt. Um zu zei­gen, um was es geht, wer­den die Infor­man­ten auch gebe­ten, einen Link oder Screen­shot mit­zu­schi­cken. Auf einem grund­le­gen­den Level funk­tio­niert der Crowd­News­room des­halb ein biss­chen wie eine Umfra­ge. Wenn sich abzeich­net, dass eine Ein­sen­dung ers­tens tat­säch­lich eine Falsch­mel­dung dar­stellt, und zwei­tens mehr­fach ein­ge­reicht wird, ver­öf­fent­licht das Team gege­be­nen­falls einen Fak­ten­check zum The­ma auf Cor­rec­tiv.
  4. Die nächs­ten Schrit­te: Per­spek­ti­visch möch­te Cor­rec­tiv alle Ein­sen­dun­gen aus­wer­ten, um zu sehen, wo sich wel­che Falsch­in­for­ma­tio­nen beson­ders stark ver­brei­ten. Dabei geht es nicht nur um die Kanä­le, son­dern auch um die geo­gra­phi­schen Regio­nen. Wo star­ten die meis­ten Gerüch­te und Falsch­be­haup­tun­gen? Und wie ver­brei­ten sie sich dann durch Deutsch­land?

Lear­nings

  • Mes­sen­ger wie Whats­App sind ein wich­ti­ger Ver­brei­tungs­weg für Fake News. Auf Face­book und Twit­ter ist immer­hin meis­tens noch öffent­lich nach­voll­zieh­bar, was wo von wem gepos­tet wird. Mes­sen­ger sind pri­va­ter, was natür­lich gut ist, aber offen­bar auch zur Ver­brei­tung von Falsch­in­for­ma­tio­nen bei­trägt.
  • In zehn Tagen sind bereits mehr als 1300 Hin­wei­se bei Cor­rec­tiv ein­ge­gan­gen. Die Nut­zer sind offen­bar dank­bar, sich anonym über ein Tool äußern zu kön­nen – es gab zwar auch vor­her vie­le Emails, doch die Hür­de scheint bei Mail-Kom­mu­ni­ka­ti­on doch etwas grö­ßer zu sein.
  • Es gibt eine gro­ße Ver­un­si­che­rung in der Bevöl­ke­rung, und ein gro­ßes Bedürf­nis nach gesi­cher­ten Infor­ma­tio­nen.

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.