BBC: Die Rolle(n) des Jour­na­lis­mus in der Kri­se

Ein Pro­jekt der BBC

Nicht nur die deut­sche ARD geht mit einem Not­fall-Plan in die­se unru­hi­gen Zei­ten. Auch die bri­ti­sche BBC hat ver­öf­fent­licht, wie sie ihre Rol­le wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie sieht. “We need to pull tog­e­ther to get through this. That’s why the BBC will be using all of its resour­ces – chan­nels, sta­ti­ons and out­put – to help keep the nati­on infor­med, edu­ca­ted and enter­tai­ned”, sag­te Tony Hall, Direk­tor der Orga­ni­sa­ti­on. Und zeigt, dass er ein breit gefass­tes Ver­ständ­nis der Rol­le sei­ner Anstalt hat: Es geht nicht nur dar­um, den Betrieb auf­recht zu erhal­ten. Eini­ge Bei­spie­le:

So wur­de der Plan umge­setzt

Neue For­ma­te

  1. Die BBC star­tet ein wöchent­li­ches Coro­na-Spe­zi­al zur bes­ten Sen­de­zeit, mit zuge­schal­te­ten Exper­ten und der Mög­lich­keit von Zuschau­er­an­ru­fen.
  2. Es wird einen täg­li­chen Coro­na-Pod­cast geben, der für die Ver­wen­dung auf Nachich­ten­sen­dern im TV auch gefilmt wer­den soll.
  3. Der Sen­der 5 Live wird dafür ein­ge­setzt, immer die aktu­ells­ten Infor­ma­tio­nen über Coro­na zu ver­brei­ten und regel­mä­ßig Zuhörerfra­gen zu beant­wor­ten.
  4. Die loka­len Radio­sta­tio­nen der BBC stel­len ihren Morning-Show-Out­put kom­plett auf Coro­na um. Zwi­schen 6 Uhr und Mit­tag sol­len offe­ne Tele­fon­lei­tun­gen und Rat­schlä­ge von Exper­ten für loka­le Com­mu­nities zur Ver­fü­gung ste­hen.
  5. Im BBC Play­er soll es eine neue Anwen­dung spe­zi­ell für Kin­der geben, die zuhau­se blei­ben müs­sen. Sie soll für Kin­der leicht ver­ständ­lich und ein­fach zu benut­zen sein, und sowohl Unter­hal­tung als auch Bil­dungs­in­hal­te lie­fern.

Kon­kre­te Hil­fe

  1. Unter der Dach­mar­ke “Make a Dif­fe­rence” wird jeder loka­le Radio­sen­der der BBC mit loka­len Frei­wil­li­gen­or­ga­ni­sa­tio­nen und NGOs zusam­men­ar­bei­ten, um die­sen zu hel­fen, ihre Unter­stüt­zung für Alte, Kran­ke und ande­re Risi­ko­grup­pen zu koor­di­nie­ren.
  2. Jeden Sonn­tag mor­gen wird es vir­tu­el­le Got­tes­diens­te in den Lokal­ra­di­os geben.
  3. Ver­schie­de­ne TV- und Radio­sen­der wer­den mit Part­nern und Exper­ten zusam­men­ar­bei­ten, um Trai­nings­ein­hei­ten zum Mit­ma­chen anzu­bie­ten, beson­ders für älte­re Men­schen.
  4. Solan­ge die Schu­len geschlos­sen sind, soll es täg­li­che Unter­richts­pro­gram­me geben, die auf ver­schie­de­ne Klas­sen­stu­fen und Jahr­gän­ge aus­ge­rich­tet sein sol­len und durch Selbst­lern­in­hal­te in der Media­thek ergänzt wer­de.
  5. Die BBC hat das expli­zi­te Ziel, Spen­den­samm­lun­gen zu orga­ni­sie­ren und live zu sen­den.
  6. Die bri­ti­schen Künst­ler, Kon­zert­ver­an­stal­ter und Muse­en lei­den genau­so, wie die Deut­schen. Die BBC sieht es als ihre Auf­ga­be an, die­sen Grup­pen ihr Publi­kum zurück­zu­ge­ben und will zusam­men mit den bri­ti­schen Kul­tur­or­ga­ni­sa­tio­nen Aus­stel­lun­gen, Kon­zer­te, Come­dy-Auf­trit­te, Poe­sie und Buch­le­sun­gen eine Platt­form geben.

Lear­nings

  • Es gibt kein “Wei­ter So!” in der Coro­na­kri­se.
  • Jour­na­lis­mus kann und muss beson­ders in die­sen Zei­ten so viel mehr sein als “nur” Infor­ma­ti­on.
  • Wenn es jemals eine Zeit gab, sich mit guten Sachen gemein zu machen, dann jetzt.

Hier geht’s zum gan­zen Plan

Wenn ihr mehr erfah­ren wollt, klickt ein­fach hier.

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