BR: Ein You­Tube-Bei­trag kom­plett ohne Team vor Ort

Ein Pro­jekt des Baye­ri­schen Rund­funks:

“Social Distancing” ist das Gebot der Stun­de. Das stellt beson­ders Video­ma­cher vor völ­lig neue Her­aus­for­de­run­gen: Wie soll man Dreh­or­te besu­chen, Inter­views füh­ren, Stim­men ein­sam­meln, wenn man min­des­tens zwei Meter Abstand von allen ande­ren Men­schen hal­ten soll? Für das You­Tube-For­mat “Lohnt sich das?” hat ein Team des BR um die Autorin­nen Eva Lim­mer und Anna Ell­mann einen Bei­trag dar­über gedreht, wie Leh­rer, Hote­liers & Super­markt­lei­ter mit Coro­na umge­hen – kom­plett ohne phy­si­schen Kon­takt.

So könnt ihr die Idee umset­zen

  1. Idee: Das Team hin­ter dem Video, natür­lich alle im Home­of­fice, woll­te über Beru­fe berich­ten, die beson­ders von Coro­na betrof­fen sind, und die Situa­ti­on der Men­schen zei­gen.
  2. Das mach­ten die Prot­ago­nis­ten: Die Prot­ago­nis­ten wur­den in einem Vor­ge­spräch gebe­ten, sich selbst an einem Ort zu fil­men, der für ihre Arbeit steht – etwa vor einem lee­ren Super­markt­re­gal im Fal­le des Super­markt­lei­ters. Auch ihre State­ments und Inter­view-Ant­wor­ten soll­ten sie mit ihren Han­dys fil­men und dem BR zur Ver­fü­gung stel­len.
  3. Das mach­ten die Redak­teu­re: Die Redak­teu­re waren wäh­rend­des­sen über einen zwei­ten Kanal mit den Spre­chern ver­bun­den und konn­ten Nach­fra­gen stel­len. Nach dem “Dreh” tran­skri­bier­ten sie die Vide­os in einem gemein­sa­men Doku­ment, wor­auf­hin ein Pro­du­cer (Max Hof­stet­ter, eben­falls im Home­of­fice) den fer­ti­gen Film schnitt.
  4. So geht es wei­ter: Die Plä­ne für ein wei­te­res Video, das auf die­se Wei­se ent­ste­hen soll, lau­fen bereits.

Lear­nings

  • Auch ohne viel Zeit oder Vor­pla­nung kann man ohne phy­si­sche Tref­fen oder einen phy­si­schen Dreh ein Pro­dukt erstel­len, das nah an die Prot­ago­nis­ten her­an­kommt
  • Ein Vor­ge­spräch mit den Prot­ago­nis­ten ist wich­tig, in dem man sie zB auch dar­um bit­ten kann, quer zu fil­men statt hoch­kant
  • Man könn­te die Prot­ago­nis­ten auch über eine Video­kon­fe­renz abfil­men, aber die Bild- und beson­ders die Ton­qua­li­tät ist bes­ser, wenn man die Leu­te selbst fil­men lässt
  • Um Bewe­gung und Abwechs­lung in den Film zu bekom­men, hilft es, die Prot­ago­nis­ten auch an einen ande­ren Ort gehen zu las­sen (und sie nicht nur am Schreib­tisch fil­men zu las­sen)
  • Wenn man Leu­ten nur eine Fra­ge schickt, und sie dann die Ant­wort fil­men lässt, klingt es schnell nach Pres­se­spre­cher – ein zwei­tes Tele­fon (z.B. das Fest­netz-Tele­fon) kann dabei hel­fen: Wäh­rend des “Drehs” kann ein Redak­teur dabei sein und Nach­fra­gen stel­len. Das Ergeb­nis wird locke­rer und natür­li­cher!

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

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