CHRISTIAN LINDNER CONSULTING: Vira­ler Lokal­jour­na­lis­mus

Ein Pro­jekt von Chris­ti­an Lind­ner Con­sul­ting

Chris­ti­an Lind­ner war 13 Jah­re lang Chef­re­dak­teur der Koblen­zer Rhein-Zei­tung, die unter sei­ner Ägi­de zu einer der digi­tals­ten Regio­nal­zei­tun­gen Deutsch­lands wur­de. Zwei­mal wur­de er vom Medi­um Maga­zin dafür zum Chef­re­dak­teur des Jah­res gewählt. Nach einem Abste­cher zur Bild am Sonn­tag ist er inzwi­schen als selbst­stän­di­ger Bera­ter tätig. Seit Beginn der Coro­na­kri­se führt er auf sei­nem Blog eine ste­tig aktua­li­sier­te Lis­te mit Bei­spie­len, wie loka­le Medi­en ver­su­chen, ihrem Infor­ma­ti­ons­auf­trag wäh­rend der Pan­de­mie nach­zu­kom­men.

So wur­de die Idee umge­setzt

  1. Die Idee: Die Idee hin­ter dem Pro­jekt ist eine ganz ähn­li­che, wie hin­ter die­sem Wiki. Chris­ti­an frag­te sich, wie es sei­nen Lokal­zei­tungs­kol­le­gen gera­de ging, jetzt wo der klas­si­sche Rah­men weg­ge­fal­len und der Ter­min­ka­len­der leer ist. Trotz­dem sind ja Sei­ten und die Web­sei­te zu fül­len – und eine Daten­bank mit posi­ti­ven Bei­spie­len hät­te ihn in sei­ner Zeit als Chef­re­dak­teur auch sehr inter­es­siert.
  2. Die Umset­zung: Die ers­ten Hin­wei­se bekommt Chris­ti­an aus einer Face­book­grup­pe, in der vie­le Lokal­jour­na­lis­ten aktiv sind. Er frag­te nach Bei­spie­len, und die Fach­com­mu­ni­ty lie­fer­te: Mehr als 30 Hin­wei­se haben sich inzwi­schen ange­sam­melt. Wich­tig ist also zu wis­sen, wen man wo wonach fra­gen muss.
    Außer­dem sucht er gezielt nach Bei­spie­len für bestimm­te For­ma­te, zB Live­b­logs, und hat inzwi­schen wohl alle loka­len Live­b­logs zum Coro­na-The­ma gefun­den. Sei­ne Erfah­rung in der Sze­ne ist hier sein Kapi­tal.
  3. Das sind die nächs­ten Schrit­te: Der Blog­post wird auch wei­ter­hin ein- bis zwei­mal am Tag aktua­li­siert. Bald sol­len auch qua­li­ta­ti­ve Ana­ly­sen und Ran­kings aus der Samm­lung ent­ste­hen.

Lear­nings

  • Die Debat­te um die Mone­ta­ri­sie­rung von jour­na­lis­ti­schen Inhal­ten bekommt in Zei­ten von Coro­na neue Rele­vanz. Es gibt eine Erwar­tungs­hal­tung der Bevöl­ke­rung, bei die­sem The­ma, bei dem es „um Leben und Tod“ geht, frei zugäng­lich infor­miert zu wer­den. Vie­le Medi­en­häu­ser ver­wei­sen dage­gen auf die Not­wen­dig­keit, sich zu finan­zie­ren.
  • Loka­le Medi­en sind ide­al, um Fake News zu begeg­nen. Gute Lokal­jour­na­lis­ten krie­gen schnell mit, wenn in „ihrer“ Com­mu­ni­ty Fal­sch­nach­rich­ten zir­ku­lie­ren und kön­nen reagie­ren. In der Coro­na-Kri­se wer­den Lokal­re­dak­tio­nen zu Fact-Che­ckern auf ört­li­cher Ebe­ne.
  • Vie­le loka­le Medi­en sind nah dran an The­men, für die in über­re­gio­na­len Ange­bo­ten oft kein Platz ist: Zum Bei­spiel an den Beer­di­gun­gen, die in der Kir­che im Ort nicht mehr oder nur noch stark ein­ge­schränkt statt­fin­den kön­nen.
  • Lokal­me­di­en sind auch ide­al für Dan­ke­schön-Initia­ti­ven: Hel­den des Coro­na-All­tags wie Spe­di­teu­re oder Kas­sie­re­rin­nen schaf­fen es hier teil­wei­se bis auf die Titel­sei­ten. Das stärkt die Com­mu­ni­ty vor Ort.
  • Wenn alle Ter­min­zwän­ge weg sind, läuft Jour­na­lis­mus zur Hoch­form auf.

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

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