MDR: ‘Mit­ein­an­der stark’ in der Coro­na-Kri­se

Ein Pro­jekt des MDR

In der Coro­na-Kri­se wer­den wei­ter Ver­an­stal­tun­gen abge­sagt, Sport­clubs blei­ben geschlos­sen und bei TV-Pro­duk­tio­nen blei­ben Zuschau­er­plät­ze leer. Um sich trotz­dem für Mit­ein­an­der und Zusam­men­halt ein­zu­set­zen, sam­melt der MDR posi­ti­ve­re und unter­hal­ten­de Inhal­te auf einer neu­en Platt­form und setzt auf “Mit­ein­an­der stark”.

So wur­de der Plan umge­setzt

  1. Die Idee: Aus­lö­ser war die #mit­ein­an­der­stark­chal­len­ge. Die­se Chal­len­ge wur­de für Künst­le­rin­nen und Künst­ler (beson­ders aus dem Schla­ger­be­reich) gestar­tet, um ihren Fans einen Song zu schen­ken. Die Musiker*innen neh­men pri­vat zuhau­se einen Song auf und nomi­nie­ren drei wei­te­re Künst­ler, die sich an der Chal­len­ge betei­li­gen sol­len. Die­se Vide­os sind auf den Social Media Kanä­len des MDR zu fin­den. Ursprüng­lich war “Mit­ein­an­der stark” also ein rei­nes Social-Media-For­mat, das den Leu­ten in der Iso­la­ti­on schö­ne Momen­te an die Hand geben woll­te. Die Idee des Unter­hal­tungs­teams um Fran­zis­ka Schenk kam dann im Haus so gut an, dass die Idee zu einer MDR-über­grei­fen­den Platt­form aus­ge­baut wur­de, auf der Inhal­te aus dem gan­zen Haus gesam­melt wer­den.
  2. Die Umset­zung: Unter www​.mdr​.de/​m​i​t​e​i​n​a​n​d​e​r​-​s​t​a​r​k​-​i​n​-​c​o​r​o​n​a​-​z​e​i​ten wird gesam­melt, was an posi­ti­ven Inhal­ten im Haus ent­steht – das kön­nen klei­ne Mut­ma­cher­ge­schich­ten, Ser­vice oder neue For­ma­te sein. Die Inhal­te sind dort gesam­melt, fin­den aber auch wei­ter­hin auf ihren “Hei­mat­ka­nä­len” statt. Ein Fokus liegt zum Bei­spiel auf Unter­hal­tung für Kin­der; Vie­le Inhal­te davon kom­men vom KiKa. Wenn Inhalt bei “Mit­ein­an­der stark” gefea­tured wird, ist es trotz­dem noch auf den Sei­ten des Kin­der­ka­nals zu fin­den. Die Musik­vi­de­os der #mit­ein­an­der­stark­chal­len­ge sind alle hier gebün­delt zu fin­den. Im Social Media Bereich wur­den sie nur bei dem jeweils pas­sen­den Account aus­ge­spielt. Schla­ger also bei der Schla­ger­welt, Pop bei MDR Jump, Ost­rock bei Mei­ne Hei­mat.
  3. Der Ablauf:  Die #mit­ein­an­der­stark­chal­len­ge wur­de von Fran­zis­ka Schenk und Peter Hel­ler orga­ni­siert und koor­di­niert. Hier ging es um Abspra­chen mit den Labels, Manage­ment und Künst­lern, um die Nomi­nie­run­gen anzu­schie­ben und die Vide­os dem MDR zukom­men zu las­sen. Unter­stüt­zung erhiel­ten die MDR Unter­hal­tung von den Kol­le­gen von MDR Jump. Pla­nungs­tool war Goog­le Docs. In einer täg­li­chen Tele­fon­kon­fe­renz des Unter­hal­tungs­teams wur­den nicht nur alle Vide­os son­dern auch alle ande­ren Inhal­te zur für die Mit­ein­an­der-Stark-Sei­te bespro­chen und die Auf­ga­ben dazu ent­spre­chend ver­teilt. Die Inhal­te dazu kamen aus dem gan­zen Haus. Ein Mit­ar­bei­ter der Unter­hal­tung war aus­schließ­lich zustän­dig für die Sei­te. Er küm­mert sich auch um die Orga­ni­sa­ti­on des Pro­jek­tes im inter­nen Pla­nungs­tool INews. Er spricht sich aber wei­ter­hin eng mit dem Team ab, sich­tet die Ange­bo­te, die aus dem Haus nach einem ent­spre­chen­den Brie­fing inzwi­schen “von selbst” an “Mit­ein­an­der stark” her­an­ge­tra­gen wer­den. Das Team gibt aber durch­aus auch Anre­gun­gen für neue, posi­ti­ve Inhal­te an die ent­spre­chen­den Redak­tio­nen.
  4. Die nächs­ten Schrit­te: Zur Zeit über­legt das Team: “Wie lan­ge machen wir das?” Wann sol­len sie von der “Kri­sen­platt­form” “Mit­ein­an­der stark” über­ge­hen zu einem Ange­bot, dass auch in einer Zeit funk­tio­niert, in der wie­der so etwas wie “Nor­ma­li­tät” ein­ge­kehrt ist?

Lear­nings

  • Das Pro­jekt zeigt, was man im Home Office und in der Dau­er-Tel­ko trotz­dem schaf­fen kann. Vie­le Sachen, von denen man vor­her denkt, “Das geht nicht remo­te!”, klap­pen doch!
  • Tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen und ent­spre­chen­des Know-How für Neu­es sind schon im Haus, aber viel­leicht ungleich ver­teilt. Das Unter­hal­tungs­team hat­te aus der mobi­len Event- und Kon­zert­be­richt­erstat­tung schon Lear­nings, (zum Bei­spiel zur Arbeit mit Mit­ar­bei­tern, die räum­lich von­ein­an­der ent­fernt waren) die jetzt hilf­reich waren.
  • Ein ein­ge­spiel­tes Team ist wich­tig. Ideen ent­wi­ckeln, Abnah­men, all das ist schwie­ri­ger übers Tele­fon. Auch krea­ti­ve Pro­zes­se funk­tio­nie­ren “in echt” oft bes­ser.

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

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