Media Lab Ans­bach: Online-Work­shop “Neue Ideen für den Kri­sen­jour­na­lis­mus”

Ein Pro­jekt des Media Lab Ans­bach

Wo lie­gen die aktu­el­len “Pain Points” von digi­ta­ler Bericht­erstat­tung in Kri­sen­zei­ten? Und wie las­sen sich in kur­zer Zeit mit­hil­fe moder­ner Inno­va­ti­ons­me­tho­den (und jeder Men­ge Post-its!) ers­te Lösungs­an­sät­ze ent­wi­ckeln? Kri­sen­zei­ten sind eine gro­ße Her­aus­for­de­rung, doch sie ber­gen auch Poten­zi­al für Inno­va­ti­on. In einem Work­shop des Media Lab Ans­bach haben 22 Stu­die­ren­de in fünf Tagen fünf neue Pro­to­ty­pen für den Kri­sen­jour­na­lis­mus erar­bei­tet – und das alles online!

So wur­de der Plan umge­setzt

  1. Die Idee: Auf die Idee eines ein­wö­chi­gen Online-Work­shops kam das Team des Media Lab Ans­bach gemein­sam mit Media-Lab-Geschäfts­füh­re­rin Lina, als der Semes­ter­start in Bay­ern ver­scho­ben wur­de. Als Koope­ra­ti­ons­part­ner der Hoch­schu­le Ans­bach hat das Media Lab Ans­bach jedes Semes­ter auch Pro­gram­me direkt für Stu­die­ren­de mit im Ange­bot, die nun aber eben­falls erst ein­mal auf Eis lagen. Die Fra­ge war also: Was machen die gan­zen Stu­dis mit ihrer neu gewon­nen Zeit? Und falls sie noch nicht ver­plant sind, haben sie dann viel­leicht Lust, mit uns ein gemein­sa­mes Online-Work­shop-Expe­ri­ment zu star­ten? Ein span­nen­des The­ma war in der aktu­el­len Lage schnell gefun­den: der Kri­sen­jour­na­lis­mus.
  2. Die Vor­be­rei­tung: Die tech­ni­schen Vor­be­rei­tun­gen beschränk­ten sich auf das Ein­ar­bei­ten in das Video­kon­fe­renz-Tool Zoom, damit die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten der Soft­ware auch best­mög­lich umge­setzt wer­den konn­ten. Als Unter­stüt­zung wur­de Flo­ri­an Rust­ler (creaf­fec­ti­ve GmbH) an Bord geholt, der sei­ne mehr­jäh­ri­ge Erfah­rung als Design-Thin­king-Coach ein­brach­te und im Ansatz des Online-Work­shops eine genau­so gro­ße Chan­ce sah wie das Media Lab. Um nun so vie­le Stu­die­ren­de wie mög­lich zu errei­chen, nutz­ten wir neben der Wer­bung über unse­re eige­nen Social Media Kanä­le auch die Hoch­schul­grup­pen und Ver­tei­ler der baye­ri­schen Medi­en­stu­di­en­gän­ge. Sons­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on umfass­te zum Bei­spiel die Exper­ten­ak­qui­se und die Aus­ar­bei­tung der Agen­da.
  3. Der Work­shop: Fünf Tage lang beschäf­tig­ten sich die Stu­die­ren­den jeweils zwei Stun­den vor- und nach­mit­tags mit dem The­ma Kri­sen­jour­na­lis­mus. Sie befrag­ten Expert*innen aus der Medi­en­bran­che zu ihren Erfah­run­gen, führ­ten Nut­zer­inter­views durch, ent­wi­ckel­ten Lösungs­an­sät­ze für aktu­el­le “Pain Points” in der Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on und bau­ten ihre ers­ten Pro­to­ty­pen. Neben­bei sam­mel­ten sie auch Erfah­run­gen mit diver­sen kol­la­bo­ra­ti­ven Online-Tools, wie Zoom, Trel­lo und Goog­le Sli­des. Wir waren über­rascht, wie gut der Aus­tausch online funk­tio­nier­te und nah­men am Ende des Work­shops viel posi­ti­ves und kon­struk­ti­ves Feed­back mit.

Lear­nings

  • Für Moti­va­ti­on im Vor­feld sor­gen: Da ein frei­wil­li­ger Online­kurs schnell unver­bind­lich scheint, arbei­te­te das Lab aktiv dar­an, eine hohe No-Show-Rate zu ver­mei­den. Das Team ver­schick­te vor Beginn des Work­shops hand­ge­pack­te Inno­va­tions-Pake­te an alle Teilnehmer*innen – mit Post-Its, einem Design-Thin­king-Buch, einem Timer, ein wenig Süß­kram und noch einem Hau­fen ande­rer Goo­dies, die man zur Pro­dukt­ent­wick­lung gebrau­chen kann. Die Unboxing-Posts auf Insta­gram und Dan­kes­mails der Teilnehmer*innen bereits im Vor­feld des Kur­ses waren auch für die Ver­an­stal­ter ein zusätz­li­cher Moti­va­ti­ons­schub. Nach dem Work­shop erhiel­ten alle Teil­neh­mer außer­dem ein Teil­nah­me-Zer­ti­fi­kat. Von 24 Anmel­dun­gen waren letzt­end­lich 22 Stu­die­ren­de fünf Tage lang mit vol­lem Ein­satz dabei.
  • Feed­back-Kul­tur pfle­gen: Face-to-face wird Feed­back – bewusst oder unbe­wusst – ganz auto­ma­tisch gege­ben. Online kann und soll­te man es aktiv ein­for­dern, damit es nicht zu kurz kommt. Das Lab in Ans­bach hat dafür sowohl eine Retro­spek­ti­ve über ein Trel­lo-Kan­ban als auch einen Slack-Chan­nel genutzt.
  • (N)Etikette durch­set­zen: Kla­re Regeln im Umgang sind online genau­so wich­tig wie off­line. Die­se Regeln (zum Bei­spiel Hän­de heben, Mikro­fo­ne stumm schal­ten und Bescheid geben, wenn man kurz nicht am Platz ist) gemein­sam zu ent­wi­ckeln, hilft dabei, sie direkt zu ver­in­ner­li­chen.
  • Auch bei einem Online-Work­shop liegt die Beto­nung auf Work­shop: Die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten von Zoom oder ande­ren Kon­fe­renz-Tools soll­ten best­mög­lich aus­ge­nutzt wer­den (zum Bei­spiel Brea­k­out-Ses­si­ons oder Umfra­gen), damit der Work­shop­cha­rak­ter bestehen bleibt und die Teil­neh­mer moti­viert blei­ben.

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