NDR: Pod­cast “Coro­na-Update”

Ein Pro­jekt von NDR Info:

Um die brei­te Bevöl­ke­rung mit fun­dier­ten Infor­ma­tio­nen über das Coro­na­vi­rus zu ver­sor­gen, hat der NDR bereits am 26. Febru­ar einen Pod­cast gestar­tet, bei dem die Mode­ra­to­rin täg­lich eine hal­be Stun­de mit Prof. Chris­ti­an Dros­ten, Viro­lo­ge der Cha­rité Ber­lin, tele­fo­niert. Dros­ten ord­net die Lage wis­sen­schaft­lich ein und beant­wor­tet all­ge­mei­ne Fra­gen der Hörer. Mitt­ler­wei­le wird der Pod­cast auch 2x täg­lich in gekürz­ter Form im Pro­gramm aus­ge­spielt und auto­ma­tisch tran­skri­biert.

So könnt ihr die Idee umset­zen

  1. Die­ser Pod­cast lebt vor allem von dem beson­de­ren Prot­ago­nis­ten: Prof. Chris­ti­an Dros­ten kann ohne viel Fach­jar­gon lebens­nah erklä­ren und erforscht die Virus­gat­tung bereits seit Jah­ren. Mit sei­ner hohen Fach­ex­per­ti­se kann er auch ad-hoc fun­dier­te Ant­wor­ten geben.
  2. Soll­te tech­nisch nicht alles sofort funk­tio­nie­ren, ein­fach trans­pa­rent damit umge­hen. Als es zu Beginn noch Aus­set­zer gab, hat die Mode­ra­to­rin dar­auf vor dem Inter­view hin­ge­wie­sen. Die Tech­no­lo­gie dann ein­fach nach­bes­sern, sobald das mög­lich ist.
  3. Neue Kanä­le mit wenig Auf­wand aus­pro­bie­ren: Der Pod­cast funk­tio­niert auch auf You­tube Pod­cast sehr gut, obwohl es statt auf­wän­di­gem Video nur ein Stand­bild gibt.

Lear­nings

  • Idee: Nor­bert Grund­ei, Pro­gramm­chef bei N‑JOY und Lei­ter des Audiol­abs, hat Prof. Dros­ten in ver­schie­de­nen Fern­seh­in­ter­views gese­hen, in denen Dros­ten immer dafür plä­diert hat, man müs­se die Bevöl­ke­rung gut infor­mie­ren. Auf sei­ne Anfra­ge, ob er bei einem täg­li­chen Pod­cast­for­mat dabei wäre, kam inner­halb von ein paar Stun­den die posi­ti­ve Rück­mel­dung.
  • Beson­der­heit: Der NDR teilt den Con­tent mit allen ARD-Anstal­ten. So muss Prof. Dros­ten nur ein­mal ein Inter­view geben und hat vie­le Sta­tio­nen gleich­zei­tig ver­sorgt.
  • Design & Dar­stel­lung: Für die schnel­le Ent­wick­lung des Pod­cast hat gehol­fen, dass das Audio­lab des NDR bereits in ande­ren For­ma­ten über Fak­to­ren wie Design und Dar­stel­lung des Pod­cast und des Prot­ago­nis­ten Erfah­run­gen gesam­melt hat­te.
  • Auf­nah­me­tech­nik: Die Auf­nah­men lau­fen über eine ARD-eige­ne Auf­nah­me­app. Um die Ton­qua­li­tät zu ver­bes­sern und Aus­set­zer zu ver­hin­dern, hat der NDR nach den ers­ten Fol­gen kur­zer­hand ein iPad und Mikro­fon zum Prot­ago­nis­ten geschickt.
  • Pro­blem­lö­sun­gen: Tech­ni­sche Inkom­pa­ti­bi­li­tä­ten im CMS des NDR erzeug­ten kurz­fris­tig Dublet­ten auf den Aus­spiel­we­gen – um sol­che Feh­ler schnell zu erken­nen und zu lösen, setzt sich das Team noch im Pro­zess regel­mä­ßig zu Reviews zusam­men.
  • Nut­zungs­zah­len: Der Infor­ma­ti­ons­be­darf der Bevöl­ke­rung ist sehr hoch: Fast alle Nut­zer hören den Pod­cast ganz oder zumin­dest zu 80% an.
  • Enga­ge­ment: Hörer kön­nen Fra­gen ein­sen­den, aller­dings kann der Viro­lo­ge fach­lich ohne­hin nicht auf jede Ein­zel­fra­ge ant­wor­ten. Des­halb sam­melt die Redak­ti­on nur und stellt die Fra­gen, die am häu­figs­ten kom­men. So bleibt die Audi­ence-Enga­ge­ment-Arbeit über­schau­bar.
  • Wei­ter­ent­wick­lung: Sehr oft wur­den von Nut­zern schrift­li­che Ver­sio­nen der Fol­gen nach­ge­fragt. Die Tran­skrip­ti­on über­nimmt nun ein neu­es Speech-to-Text-Sys­tem des Fraun­ho­fer Insti­tuts.

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Wenn ihr das Pro­jekt selbst anse­hen oder nut­zen wollt klickt ein­fach hier:

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