Regio TV: Ein Coro­na-Tage­buch

Ein Pro­jekt von Schwä­bisch Media

Alex­an­dra Blaul lei­tet seit 2 Jah­ren als Mit­glied der Geschäfts­lei­tung Ver­trieb und Mar­ke­ting bei Regio TV Schwa­ben. Regio TV gehört zum Medi­en­haus  Schwä­bisch Media, dem Medi­en­haus im Süden für Print, Online, TV und Radio. Sie hat­te das zwei­fel­haf­te Ver­gnü­gen, schon Anfang März wegen eines Ver­dachts­falls in ihrem Umfeld in Coro­na-Qua­ran­tä­ne zu müs­sen – vor den Schul­schlie­ßun­gen, vor den Aus­gangs­be­schrän­kun­gen, und bevor das The­ma end­gül­tig die Nach­rich­ten­agen­da domi­nier­te. Mit einem Coro­na-Tage­buch infor­mier­te sie die Lese­rin­nen und Leser ihres Arbeit­ge­bers über die Umstän­de, die damals noch für alle neu waren – und reg­te so neue Koope­ra­ti­on im Unter­neh­men an.

So wur­de die Idee umge­setzt

  1. Die Idee: Anfang März gab es außer Mün­chen und Heins­berg kei­ne Virus­her­de. Als eine Per­son aus Alex­an­dras Ski­grup­pe am 02. März 2020 posi­tiv getes­tet wur­de, gab es in ganz Baden-Würt­tem­berg noch kei­ne 20 bekann­ten Fäl­le. Nach ihrer Ankün­di­gung, in Qua­ran­tä­ne zu müs­sen, hat­te sie zusam­men mit dem Geschäfts­füh­rer von Regio TV und einem Digi­tal­re­dak­teur, der Schwä­bi­schen Zei­tung, die Idee für ein Online-Tage­buch – Alex­an­dra hielt ohne­hin die gan­ze Redak­ti­on über eine inter­ne Whats­App-Grup­pe auf dem Lau­fen­den.
  2. Die Ent­schei­dung: Ursprüng­lich war die Idee, das Tage­buch für Regio TV als Video­ta­ge­buch zu kon­zi­pie­ren – doch die Sor­ge vor dem Stig­ma eines posi­ti­ven Tests war zu die­sem Zeit­punkt noch weit ver­brei­tet und Alex­an­dra ent­schied sich mit dem Team, das Tage­buch im Text­for­mat zu schrei­ben, um nicht die gan­ze Ski­grup­pe in die Öffent­lich­keit zu rücken. Nicht nur die Media­thek von Regio TV, auch die Digi­tal­aus­ga­be der Schwä­bi­schen Zei­tung als wei­te­ren Aus­spiel­weg wur­de zur Ver­brei­tung genutzt.
  3. Die Umset­zung: Alex­an­dra nutz­te das öffent­li­che Tage­buch tat­säch­lich als Tage­buch – nichts wur­de vor­ge­plant, sie schrieb jeden Tag neu. Über Slack belie­fer­te sie die Kol­le­gen der Zei­tung, die Posts auf regio​-tv​.de leg­te sie selbst an. Die Redak­ti­on redi­gier­te wie bei jedem ande­ren The­ma auch.
  4. Das Ende des Pro­jekts: Inzwi­schen ist die Situa­ti­on eine ande­re – Iso­la­ti­on ist nichts Beson­de­res mehr, im Gegen­teil, sie ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Und ein locke­rer, unter­hal­ten­der Umgang mit der Situa­ti­on, wie ihn Alex­an­dra noch pfleg­te, erschien der Redak­ti­on ange­sichts stei­gen­der Todes­zah­len nicht mehr ange­mes­sen. Das Tage­buch ende­te also zum rich­ti­gen Zeit­punkt: Mit dem Ende der Qua­ran­tä­ne.
  5. So geht es trotz­dem wei­ter: Ihre Erfah­run­gen ver­ar­bei­tet Alex­an­dra auch wei­ter­hin zu Inhal­ten für die ver­schie­de­nen Kanä­le von Schwä­bisch Media. Dem­nächst ist zum Bei­spiel ein Pod­cast mit Tipps für Iso­lier­te geplant – wie­der in Koope­ra­ti­on zwi­schen Zei­tung und TV.

Lear­nings

  • Die Soli­da­ri­tät von Kol­le­gen in Zei­ten der Kri­se funk­tio­niert.
  • Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Unter­neh­mens­tei­len, die vor­her räum­lich und inhalt­lich getrennt waren, kann sehr schnell sehr gut funk­tio­nie­ren, wenn alle eine gemein­sa­me Auf­ga­be haben.
  • Die schnel­le­re und bes­se­re Zusam­men­ar­beit in der Kri­se hat posi­ti­ve Effek­te für die Zusam­men­ar­beit danach: Man “kennt sich” jetzt unter­ein­an­der, ist per Du und hat bereits ein Pro­jekt erfolg­reich zusam­men gemeis­tert.
  • In der Coro­na­kri­se sit­zen alle im sel­ben Boot.

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

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