Twi­pe: Jour­na­lis­mus wäh­rend der Coro­na-Kri­se

Ein Pro­jekt von Twi­pe Digi­tal Publi­shing

Die bel­gi­sche Fir­ma Twi­pe ver­dient ihr Geld mit Publi­shing-Lösun­gen und Ana­ly­tics-Soft­ware für Nach­rich­ten­an­bie­ter. In ihrer Zusam­men­ar­beit mit ver­schie­de­nen euro­päi­schen Medi­en­häu­sern haben sie des­halb einen guten Ein­blick in die Zah­len hin­ter die News – nicht nur wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie. Die­ses Wis­sen hat das Twi­pe-Team jetzt genutzt, um einen Plan mit sechs Rat­schlä­gen für die erfolg­rei­che Ver­brei­tung von Jour­na­lis­mus wäh­rend der Kri­se aus­zu­ar­bei­ten.

So könnt ihr den Plan umset­zen

  1. Macht euch Gedan­ken über eure Pay­wall! Essen ist lebens­wich­tig, aber nie­mand erwar­tet, es in der Kri­se umsonst zu bekom­men. Das­sel­be soll­te auch für Jour­na­lis­mus gel­ten. Und auch wenn man aus ethi­schen Grün­den kei­ne har­te Wand vor Coro­na-Infos set­zen will, gibt es Alter­na­ti­ven: Die New York Times zum Bei­spiel nimmt kein Geld mehr für Coro­na-Infos, ver­langt aber trotz­dem ein Regis­trie­rung mit Mail­adres­se. Ande­re Medi­en lie­ßen ihre Pay­wall bestehen, diver­si­fi­zier­ten aber ihr Ange­bot von güns­ti­gen Pro­be­a­bos.
  2. Fragt euch: Wel­che neu­en Rou­ti­nen und Auf­ga­ben haben eure Leser? Ist Infor­ma­ti­on wirk­lich alles, was eure Leser gera­de von euch brau­chen? Oder könnt ihr ihnen noch auf ande­re Art hel­fen? Twi­pe nennt als Bei­spiel ein Medi­um aus Frank­reich, das mehr Inhal­te für Kin­der ver­öf­fent­licht, die zu Hau­se fest­sit­zen. Ande­re star­ten neue News­let­ter für die Home-Office-Mit­tags­pau­se.
  3. Wie man auf den Anz­ei­gen­schwund reagie­ren kann. Mit Anzei­gen Geld zu ver­die­nen, ist in der aktu­el­len Situa­ti­on schwer bis unmög­lich. Medi­en kön­nen sich trotz­dem für zukünf­ti­ge Anzei­gen­kun­den inter­es­sant hal­ten und gleich­zei­tig etwas Gutes tun: Indem sie Anzei­gen­plät­ze sehr güns­tig oder sogar kos­ten­los an loka­le Initia­ti­ven abge­ben, kön­nen sie den Zusam­men­halt in ihren Com­mu­nities stär­ken und kon­kret hel­fen.
  4. Pop-Up-Pro­duk­te kön­nen mehr sein als nur Pod­casts und News­let­ter! Das neue News-Pro­duk­te zu Coro­na ent­ste­hen, ist rich­tig und wich­tig – aber einen Coro­na-News­let­ter oder einen Coro­na-Pod­cast hat inzwi­schen jeder und die Auf­nah­me­fä­hig­keit der Nut­zer ist begrenzt. Auch in allen ande­ren jour­na­lis­ti­schen Berei­chen sind Pop-Up-For­ma­te denk­bar. Die Los Ange­les Times haben einen eige­nen Insta­gram-Kanal für ihre Kri­sen­be­richt­erstat­tung gestar­tet, ande­re star­ten neue Res­sorts oder gan­ze Aus­ga­ben.
  5. Über­legt, wie lan­ge ihr noch dru­cken könnt. Kein Mensch kann sicher sagen, ob und wann in die­ser Pan­de­mie auch die Lie­fe­rung von Zeit­schrif­ten beein­träch­tigt wird. Oder ob an irgend­ei­nem Punkt Dru­cke­rei­en schlie­ßen müs­sen. Auch für die Zeit nach Coro­na macht es Sinn, über eine Zeit ohne Print nach­zu­den­ken.
  6. Kol­la­bo­riert, wo ihr nur könnt! Dabei geht es um die Kol­la­bo­ra­ti­on unter­ein­an­der, um Res­sour­cen zu scho­nen und mehr wich­ti­ge Geschich­ten erzäh­len kön­nen – und vor­be­rei­tet zu sein auf GAUs wie gro­ße Krank­heits­wel­len inner­halb der Redak­tio­nen. Es heißt aber auch, Nut­zer zu ver­net­zen und ihnen zu ermög­li­chen, sich unter­ein­an­der zu ver­net­zen.

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren wollt, klickt ein­fach hier.

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