Radio​.cloud: Tech­no­lo­gie für dezen­tra­les Sen­den

Ein Pro­jekt von Radio​.cloud

Coro­na fes­selt uns alle an die eige­ne Woh­nung. Für vie­le heißt das gera­de: Home Office. Radio­sen­der ste­hen dabei vor beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen. Denn nicht jede*r Radiomacher*in hat daheim ein Sen­de­stu­dio. Und doch sen­den zur­zeit schon eini­ge Sta­tio­nen dezen­tral und Moderator*innen spre­chen aus dem Home Stu­dio zu den Hörer*innen. Dass das tech­nisch mög­lich ist, dafür sorgt zum Bei­spiel radio​.cloud (in Bay­ern Bay­Cloud­Net), eine Cloud­lö­sung für Radio­sta­tio­nen.

So könnt ihr die Idee umset­zen

  1. Die Idee: Cloud­lö­sun­gen für Radio­sen­der gab es natür­lich schon vor Coro­na. Chris­ti­an Bren­ner, der die Soft­ware radio​.cloud vor etwas über einem Jahr mit sei­nen Kol­le­gen gebaut hat, will damit die Arbeit moder­ner machen. Es soll nicht mehr nur das eine fes­te Sen­de­sys­tem im Sen­der geben, son­dern dyna­mi­sches und mobi­les Arbei­ten mit Tablet, Smart­pho­ne und Co. soll auch im Radio ankom­men. Voice-Tracking, also das fle­xi­ble und auto­ma­ti­sier­te Aus­spie­len von vor­pro­du­zier­tem Con­tent, soll ein­fa­cher wer­den. Brenner:„Wir haben völ­lig unbe­wusst etwas gebaut, das jetzt für die Kri­se ganz gut passt.“
  2. Die Umset­zung: Die Cloud soll nicht ein­fach ein Par­al­lel­sys­tem zu bestehen­den, ein­ge­üb­ten Sen­de­sys­te­men wie Zen­on sein. Des­halb gibt es bei radio​.cloud Schnitt­stel­len zu allen gän­gi­gen Sys­te­men. Die Cloud dockt sich an und zieht sich erst ein­mal alle Inhal­te, die sie braucht, wie Musik, Jin­gles und loka­le Inhal­te. Der Sen­der kann selbst ent­schei­den, was er in die Cloud gibt und was nicht. Wenn ein Sen­der schon an die Cloud ange­bun­den ist, kann er im Prin­zip sofort damit arbei­ten und dezen­tral sen­den. Wenn das noch nicht der Fall ist, braucht es ein paar Tage, bis radio​.cloud alles ein­ge­rich­tet hat.
  3. Das Arbei­ten: Der gro­ße Vor­teil für Radio­ma­cher ist, dass sie durch die Schnitt­stel­len zwar mit ihrem gewohn­ten Sys­tem arbei­ten kön­nen, wenn sie im Stu­dio sind. Trotz­dem läuft alles in die Cloud. Ein­zi­ger Unter­schied: Die Takes brau­chen für die Wei­ter­ver­ar­bei­tung in der Cloud eine sinn­vol­le und vor­ge­ge­be­ne Benen­nung. Wenn wie jetzt das Arbei­ten aus dem Sen­der erschwert wird, kann man zu Hau­se über den Brow­ser auf die Cloud zugrei­fen und auch Inhal­te rein­spie­len. Wer dann noch ein gutes Mikro­fon besitzt und sei­ne Auf­nah­men vor dem Klei­der­schrank oder gar unter der Bett­de­cke macht, kann daheim rela­tiv ein­fach ein gutes Radio­pro­gramm pro­du­zie­ren.

Lear­nings

  • Dezen­tra­le Struk­tu­ren sind für Radio­sen­der wich­tig, damit man ein Back-up hat und auch im Not‑, bzw. Kri­sen­fall wei­ter­sen­den kann.
  • Cloud­lö­sun­gen sind dyna­misch. Fea­tures wer­den im Lau­fe der Zeit immer wie­der ange­passt, neue kom­men dazu.
  • Auch Finan­zie­rungs­mo­del­le kann man an die Lage anpas­sen: radio​.cloud bie­tet zur­zeit Ver­trä­ge mit kür­ze­rer Lauf­zeit an und rich­tet das Sys­tem Sen­dern als Back-Up ein, ohne das die sofort bezah­len müs­sen. Erst dann, wenn sie es nut­zen.

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

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