sozu­sa­gen Pod­cast: Pro­duk­ti­on im Home Office

Ein Pro­jekt von sozu­sa­gen

Die Grün­de­rin­nen des Pod­cast-Labels sozu­sa­gen hat­ten gera­de die Jour­na­lis­ten­schu­le abge­schlos­sen, ihre Fir­ma gegrün­det und die ers­te Fol­ge ihres ers­ten Pod­casts “GGF. WAHR” bei Audi­ble ver­öf­fent­licht, als der Coro­na­vi­rus so rich­tig aus­brach. Jetzt hat das Team erst ein­mal auf Social Distancing umge­stellt und auf Schicht­ar­beit im Stu­dio. Denn das Team aus dem Media Lab Open Space zeigt, wie Pod­cast-Pro­duk­ti­on unter Coro­na-Bedin­gun­gen funk­tio­nie­ren kann.

So könnt ihr den Plan umset­zen

  1. Der Arbeits­all­tag: Das die Fir­ma noch so neu ist, wird gera­de zum Vor­teil, denn bevor am Pod­casts am Fließ­band auf­neh­men kann, steht eine Men­ge Arbeit, die pro­blem­los von zuhau­se zu erle­di­gen ist. Das Team schreibt Kon­zep­te, tex­tet Skrip­te und betreibt Kun­den­aqui­se per Mail und Tele­fon. Gleich­zei­tig ist auch Zeit für die Pla­nung von For­ma­ten, die auch in abseh­ba­rer Zukunft noch ohne Groß­ver­an­stal­tun­gen oder Event­be­su­che aus­kom­men. Davon kann sozu­sa­gen lang­fris­tig pro­fi­tie­ren.
  2. Die Auf­nah­men: Trotz­dem muss­te es auch noch letz­te Auf­nah­men für “GGF. WAHR” geben – pro­fes­sio­nell pro­du­ziert bei Hammer&Amboss in Mün­chen. Jedes Team­mit­glied muss­te noch Sachen ver­to­nen, aber ein Tref­fen kam nicht in Fra­ge. Die Auf­nah­men wur­den des­halb im Schicht­be­trieb gere­gelt: Die nächs­te Spre­che­rin kam, als die davor ging. Nur zwei Pro­du­zen­ten waren gleich­zei­tig im Stduio, zu denen größt­mög­li­cher Abstand ein­ge­hal­ten wur­de. Ein Abde­cken des Mikros mit einer Plas­tik­tü­te kam bei den Stu­dio­mi­kros nicht in Fra­ge, aber alle Ober­flä­chen wur­den regel­mä­ßig des­in­fi­ziert. Die Spre­che­rin­nen begeg­ne­ten sich kein ein­zi­ges Mal.
  3. Die Recher­chen: Trotz Coro­na führt das Team wei­ter Inter­views durch und sam­melt Audio­schnip­sel. Dazu ver­schi­cken sie Auf­nah­me­ge­rä­te per Post, und erklä­ren ihren Prot­ago­nis­ten nach Ankunft per Video-Chat wie sie funk­tio­nie­ren, was es zu beach­ten gibt und was gebraucht wird (Stim­men, Atmo, und so wei­ter). Beson­ders moder­ne Auf­nah­me­ge­rä­te sind oft leicht zu bedie­nen und lie­fern auch bei Lai­en eine gute Ton­qua­li­tät. Alter­na­tiv emp­fiehlt das Team die Tools Zen­ca­str oder Stu­dio-Link, um Inter­views per Video-Call pro­fes­sio­nell auf­zu­neh­men.

Lear­nings

  • Wenn man sich umstel­len muss, und etwa dem Prot­ago­nis­ten das Auf­nah­me­ge­rät zur Selbst­auf­nah­me schickt, kann das in den Mode­ra­tio­nen the­ma­ti­sie­ren: Es ist abso­lut legi­tim, offen­zu­le­gen, unter wel­chen Bedin­gun­gen man gera­de arbei­tet, und war­um das manch­mal Ein­fluss auf die Qua­li­tät haben kann.
  • Gene­rell hilft es, “Fern-Prot­ago­nis­ten” den Job des Pod­cast­pro­du­zen­ten bes­ser zu erklä­ren. Das gilt für die tech­ni­sche Sei­te, aber auch für Din­ge wie “Atmo sam­meln”: Wenn der Prot­ago­nist weiß, was das bedeu­tet und wofür das gebraucht wird, kann er selbst mit­den­ken und bes­se­re Ergeb­nis­se lie­fern. Fast alle Prot­ago­nis­ten zei­gen sich allen Coro­na-Maß­nah­men gegen­über sehr ver­ständ­nis­voll.
  • Glaubt nicht, dass die Recher­che durch Coro­na leich­ter gewor­den ist: Selbst wenn Leu­te viel­leicht weni­ger Arbei­ten kön­nen oder müs­sen, heißt das nicht, dass sie nur dar­auf war­ten, inter­viewt zu wer­den. Vie­le haben mehr Stress und ande­re Ver­pflich­tun­gen. Habt des­halb auch umge­kehrt Ver­ständ­nis für die Men­schen, mit denen ihr spre­chen wollt!

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

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