Frei­en­bi­bel: Krea­tiv im Home-Office

Ein Pro­jekt der Frei­schrei­ber

Wer wegen der Coro­na-Kri­se zur­zeit daheim arbei­ten muss, kennt das viel­leicht: Die Gedan­ken schwei­fen ab und die Idee, die gera­de noch im Kopf war, ist schon wie­der weg. Es ist nie­mand da, dem man die Idee pit­chen oder mit dem man brain­stor­men könn­te. Für krea­ti­ve Beru­fe in der Medi­en­bran­che ist das eine gro­ße Her­aus­for­de­rung – vie­le Redak­tio­nen sind im Home Office und Frei­schaf­fen­de kön­nen nicht in ihre Büro­ge­mein­schaf­ten. Aber es gibt Tricks, wie man auch allein krea­tiv sein und neue Ideen ent­wi­ckeln kann. Die frei­en Journalist*innen Anja Rei­ter und Jakob Vica­ri haben eini­ge davon gesam­melt.

So könnt ihr die Ideen umset­zen

  1. Groß den­ken: Um groß zu den­ken, rei­chen Post-its und eine Stoppuhr.Ihr nehmt euch eine Idee vor und schreibt sie in einer bestimm­ten Zeit mög­lichst über­zeu­gend auf die Post-its. Die Idee soll hän­gen blei­ben. Dabei han­delt es sich um die Metho­de des Design Sprint. Da es dabei dar­um geht, die Idee von Ein­zel­nen zu för­dern, ist sie für das Home Office ide­al geeig­net. Tipp: Am Ende die drei bes­ten Post-its an Freun­de oder Kolleg*innen schi­cken.
  2. Anders den­ken: Pro­biert mal den Kopf­stand aus.Zumindest gedank­lich. Wenn ihr die Lösung für ein Pro­blem sucht, stellt euch vor, wie es wäre, wenn ihr das Gegen­teil errei­chen wollt. Zum Bei­spiel: Ich will das Start-up vor die Wand fah­ren oder die Erwar­tung des Chefs ent­täu­schen. Dar­aus kön­nen Ideen ent­ste­hen, die ihr dann posi­tiv nut­zen könnt.
  3. Nicht den­ken: Gar nicht zu den­ken ist natür­lich kon­tra­pro­duk­tiv. Aber zumin­dest das (zu) inten­si­ve Nach­den­ken könnt ihr für einen Moment aus­schal­ten und dann ein­fach drauf los­schrei­ben. Und zwar hand­schrift­lich, auf ein wei­ßes Blatt Papier. Das ist eine Metho­de, die Schreib­trai­ne­rin und Autorin Doris Dör­rie gegen Schreib­blo­cka­den emp­fiehlt. Ach­tet nicht auf Recht­schrei­bung und Kom­ma­set­zung, son­dern lasst euren Gedan­ken ein­fach frei­en Lauf.
  4. Drau­ßen den­ken: Es klingt wie ein Klas­si­ker, hilft aber nach wie vor: Der gute, alte Spa­zier­gang. Zur­zeit natür­lich allein und mit genü­gend Abstand zu ande­ren. Fri­sche Luft tut gut, der Per­spek­ti­ven­wech­sel sowie­so und auch der räum­li­che Abstand zu mei­ner Arbeit kann zu neu­en Ideen füh­ren.
  5. Mit KI den­ken: Der Aus­tausch mit Ale­xa, Siri und Co. kann den Spiel­trieb wecken und die Krea­ti­vi­tät för­dern. Oft sind die Ant­wor­ten erwart­bar oder sehr allgemein.Deshalb kann man aus­pro­bie­ren, wie die KI auf unge­wöhn­li­che Fra­gen reagiert. Zum Bei­spiel, wie sie ande­re Sprach­as­sis­ten­ten fin­det. Eben­falls ein guter Tipp: der Chat­bot Mit­suku.

Lear­nings

  • Im Home Office krea­tiv zu wer­den ist mit rela­tiv ein­fa­chen Hilfs­mit­teln mög­lich.
  • Wenn ihr eine Idee habt, die ihr gera­de nicht umset­zen könnt, werft sie nicht weg. Viel­leicht könnt ihr sie spä­ter noch brau­chen!
  • Wich­tig: Sich nicht zu sehr unter Druck set­zen. Lie­ber mal eine Pau­se machen, um den Kopf frei zu bekom­men.
  • Metho­den und Struk­tur hel­fen dabei, gute Ideen zu ent­wi­ckeln.
  • Auch in der Iso­la­ti­on könnt ihr im Gespräch Krea­ti­vi­tät ent­wi­ckeln – sei es per Whats­App, im Video­chat oder eben im Aus­tausch mit Ale­xa, Siri und Co. Und wer im Home Office Kin­der betreu­en muss, kann sie auch ein­fach mit in ein Brain­stor­ming ein­be­zie­hen. Zwei Flie­gen mit einer Klap­pe!

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

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