ZEIT Online: Jour­na­lis­mus wäh­rend der Pan­de­mie

Ein Pro­jekt von ZEIT Online

Vie­le Unter­neh­men muss­ten wegen der Coro­na-Kri­se auf Home Office umstel­len. ZEIT Online hat bereits am 11. März die gan­ze Redak­ti­on nach Hau­se geschickt, bevor das Kon­takt­ver­bot über­haupt in Kraft trat. Jetzt berich­tet die Redak­ti­on dar­über, wie sich ihre Arbeit ver­än­dert hat, wie stark Recher­che in Zei­ten kör­per­li­cher Distanz lei­det und wie krea­ti­ver Jour­na­lis­mus auch ohne Redak­ti­ons­räu­me funk­tio­niert.

So wur­de der Plan umge­setzt

  1. Viel Kom­mu­ni­ka­ti­on: Kom­mu­ni­ka­ti­on ist in Zei­ten von Home Office umso wich­ti­ger, um den Redak­ti­ons­be­trieb zu orga­ni­sie­ren und Cha­os zu ver­mei­den. ZEIT Online nutzt Slack für Text und Zoom, um per Video erreich­bar zu sein.
  2. Alle Kol­le­gen mit­neh­men: Auch die Print-Kolleg*innen kön­nen nicht in der Redak­ti­on arbei­ten. Sie wer­den von den Onlinern in in den digi­ta­len All­tag inte­griert und arbei­ten von zu Hau­se mit.
  3. Rück­sicht auf­ein­an­der neh­men: Auch wäh­rend der Kon­takt­sper­ren kön­nen sich Jour­na­lis­ten mit gül­ti­gem Aus­weis frei­er bewe­gen. Jedoch stellt sich die Redak­ti­on jedes Mal die Fra­ge, ob eine Recher­che vor Ort oder ein per­sön­li­ches Inter­view wirk­lich nötig ist – schließ­lich wür­de man damit immer auch ande­re Men­schen einem gesund­heit­li­chen Risi­ko aus­set­zen. Des­we­gen gibt es mehr Tele­fon­ter­mi­ne, es wird um selbst auf­ge­nom­me­ne Vide­os gebe­ten oder ein Audio-Auf­nah­me­ge­rät an den Gesprächs­part­ner geschickt.
  4. Auf Bran­chen-Legen­den hören: Hen­ri Nan­nen sag­te einst: “Jour­na­lis­mus ist Quat­schen auf dem Flur.” Des­we­gen wur­de auf Slack der Chan­nel #home­of­fice gegrün­det, in dem nur Unsinn dis­ku­tiert wer­den darf.

Lear­nings

  • Anspruchs­vol­ler Jour­na­lis­mus braucht nicht zwin­gend einen phy­si­schen Ort, an dem er ent­ste­hen kann.
  • Damit man sich wenigs­tens ab und zu sieht, hilft es den Mit­ar­bei­tern, gemein­sam auf Zoom Kaf­fee,- oder Rau­cher­pau­sen zu machen, “Bier vor vier” zele­brie­ren oder zusam­men eine Mor­gen­me­di­ta­ti­on oder Nacke­n­yo­ga zu betrei­ben.

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren wollt, klickt ein­fach hier.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.