Hoch­schu­le Macro­me­dia: Mit Elan in der vir­tu­el­len Prä­senz­leh­re

Ein Pro­jekt der Hoch­schu­le Macro­me­dia

Trotz Coro­na ist das Semes­ter an der Hoch­schu­le Macro­me­dia pünkt­lich am 16. März gestar­tet. Wie das funk­tio­nie­ren konn­te? Professor*innen, Ver­wal­tung und Stu­die­ren­de zogen an einem Strang, um fast alle Lehr­ver­an­stal­tun­gen auf Video­kon­fe­ren­zen und Chat­rooms umzu­stel­len. Dabei hal­fen ihnen gründ­li­che Vor­be­rei­tung, bestehen­de digi­ta­le Infra­struk­tur und ein digi­ta­les Mind­set.

So wur­de die Idee umge­setzt

  1. Die Idee: Mit Blick auf ande­re Län­der war den Ver­ant­wort­li­chen rela­tiv früh klar, dass der Lehr­be­trieb für einen gewis­sen Zeit­raum nicht am Cam­pus durch­ge­führt wer­den kann. Da sich die Macro­me­dia als Hoch­schu­le dezi­diert mit dem digi­ta­len Wan­del beschäf­tigt, war der Shift zu digi­ta­lem Ler­nen zumin­dest in der Theo­rie nicht groß. Außer­dem ver­füg­ten die meis­ten Lehr­ver­an­stal­tun­gen bereits seit lan­gem über eine digi­ta­le Infra­struk­tur: Die Hoch­schu­le nutzt die Lern­ma­nage­ment­platt­form Mood­le.
  2. Die Umset­zung: Es wur­de eine etwa 30-köp­fi­ge Taskfor­ce ein­ge­setzt, an der die über­ge­ord­ne­ten Ent­schei­dungs­trä­ger (Hoch­schul­prä­si­di­um und Manage­ment­board der Trä­ger­ge­sell­schaft), die loka­len Ent­schei­der (Cam­pus­di­rek­to­ren und Stu­di­en­de­ka­ne) und die Funk­ti­ons­trä­ger (Ope­ra­ti­ons, IT, Stun­den­pla­nung, Prü­fungs­amt) betei­ligt waren. Zwei Wochen arbei­te­te die Taskfor­ce eng zusam­men, dis­ku­tier­te die Fort­schrit­te täg­lich und teil­te sie in einer hohen Fre­quenz mit dem Rest des Unter­neh­mens.
  3. Die Tools: Die Macro­me­dia setzt für die vir­tu­el­le Prä­senz Micro­soft Teams und Black­board Col­la­bo­ra­te ein. Bei­de Pro­gram­me haben allen bis­he­ri­gen Belas­tungs­pro­ben stand­ge­hal­ten. Sie sind für (fast) alle Level an Medi­en­kom­pe­tenz intui­tiv bedien­bar. Geteil­te Bild­schir­me, Ein­bin­dung gro­ßer Teil­neh­mer­zah­len, Audio- und Video­funk­tio­na­li­tä­ten, Ein­rich­tung von Grup­pen­räu­men bie­ten aus­rei­chend Mög­lich­kei­ten, stan­dar­di­sier­te For­ma­te wie Vor­le­sun­gen, Übun­gen, Tuto­ri­als und Kol­lo­qui­en abzu­hal­ten. Die Leh­ren­den tau­schen sich zudem cam­pus­über­grei­fend inten­siv zu ver­schie­dens­ten Tools aus und set­zen die­se bei Bedarf zusätz­lich ein.
  4. Die Pro­ble­me: Lehr­ver­an­stal­tun­gen mit einem hohen Pra­xis­an­teil in die vir­tu­el­le Prä­senz zu ver­la­gern, ist natür­lich nicht ein­fach. All die­se Modu­le wur­den ein­zeln erfasst und bewer­tet. Vie­les ließ sich dann doch digi­ta­li­sie­ren: Insze­nie­rungs- und Dra­men­ana­ly­sen im Stu­di­en­gang Schau­spiel oder Dreh­buch­ana­ly­sen im Stu­di­en­gang Film und Fern­se­hen. Die Stu­die­ren­den wur­den teil­wei­se mit Equip­ment aus­ge­stat­tet, um prak­ti­sche Übun­gen zuhau­se durch­zu­füh­ren (z.B. durch die Aus­ga­be von Näh­ma­schi­nen an die Fashion-Design-Stu­die­ren­den). Teil­wei­se muss­ten prak­ti­sche Übun­gen aber auch ans Semes­ter­en­de ver­scho­ben wer­den.
    Auch Pra­xis- oder Aus­lands­se­mes­ter las­sen sich nicht so ein­fach digi­tal erset­zen. Hier hilft kei­ne Tech­nik, son­dern Kulanz und Fle­xi­bi­li­tät: Aus­lands­se­mes­ter wer­den vor­aus­sicht­lich ver­scho­ben wer­den dür­fen, Prak­ti­ka eben­so. Außer­dem kön­nen sich die Stu­die­ren­den frü­he­re Prak­ti­ka anrech­nen las­sen. Gera­de geprüft wer­den auch Alter­na­ti­ven zu münd­li­chen Prü­fun­gen.

Lear­nings

  • Bei aller Unsi­cher­heit: die Hoch­schul­com­mu­ni­ty zieht fest an einem Strang.
  • Das gesam­te Lehr­per­so­nal inkl. der exter­nen Lehr­be­auf­trag­ten hat die Her­aus­for­de­run­gen mit enor­men Elan ange­nom­men.
  • Es herrscht eine soli­da­ri­sche, hilfs­be­rei­te und prag­ma­ti­sche Stim­mung im Hoch­schul-Team, die sich bei den Stu­die­ren­den fort­setzt. Die Schu­le erlebt ein hohes Maß an Wert­schät­zung dafür, dass der Lehr­be­trieb plan­mä­ßig statt­fin­det.
  • In der ers­ten Woche der Online-Ver­an­stal­tun­gen gab es höhe­re Anwe­sen­heits­ra­ten, als zu “nor­ma­len” Zei­ten.

Hier geht’s zum Pro­jekt

Wenn ihr mehr erfah­ren, oder euch das Pro­jekt selbst anse­hen wollt, klickt ein­fach hier.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.